meine welt im abgegrenzten raum dieser zeit

Freitag, 28.12.07, 0:57 uhr

ich bin grade total down. nicht mal wegen meines gewichtes, sondern wegen mir und meinem leben. egal wieviele jahre vergehen, es verändert sich nichts tiefgreifendes. mein leben ist unbedeutend und ich selbst minderwertig. und doch klammere ich mich so fest daran, weil ich angst habe vor dem was mich danach erwartet...nämlich nichts. ich darf nicht näher über den tod nachdenken, denn dann bekomme ich einen panikschub wie beim letzten mal als ich darüber genauer nachgedacht hab und das will ich nicht. ich kann mich noch genau daran erinnern, wie es war. die verzweiflung zu spüren, sich selbst als ein nichts in der unendlichkeit zu spüren. ein nichts, das für einen moment aufflackert und dann verlischt. für immer... ich darf nicht näher darüber nachdenken...ich merke, wie sich das gefühl langsam nähert und ich muss es verdrängen.

ich glaube, dass sich das, was ich hier gerade schreibe sehr verrückt anhört und mich viele leute in eine therapie stecken würden. aber welche therapie sollte mir helfen? niemand weiß, wie es ist zu sterben. niemand weiß, wie man solche verzweiflung lindern kann. vielleicht meinen manche christen, mir mit gott und glauben beizukommen. ich habe oft gedacht, dass ich vielleicht an einen gott glauben kann. aber eigentlich weiß ich, dass wir allein sind. wir keine "auserwählten" wesen sind, denen ein gütiger und allmächtiger gott beisteht. wir sind allein. jeder ist allein.

ich beneide menschen, die lieben. die einen partner haben und ihn lieben. ich kann irgendwie nicht lieben. sobald ich jemanden attraktiv finde, kann ich mich verlieben, aber sobald ich merke, dass mein gegenüber sich auch verliebt und vielleicht sogar eine feste bindung mit mir eingehen will, stoße ich die person weg. will sie niemals wieder sehen und versuche sie zu vergessen. meist passiert das ganz automatisch, denn meine verliebtheit wandelt sich in hass und ekel um und somit ist das wegstoßen vorprogrammiert.

ich weiß nicht, warum ich nicht lieben kann.. es tut weh und ich möchte es, aber ich kann nicht. und gleichzeitig fühle ich mich oft so einsam. aber es bleibt mir verwehrt. ich weiß nicht, wie es sich anfühlt, nicht allein zu sein. ich war immer allein. ich es gewohnt und manchmal fühlt es sich fast richtig an, allein zu sein.

 

ich will hungern. gerade nach den unkontrollierten fress-feiertagen. ich kann mich hier nicht wiegen solange ich bei meinen eltern bin. bald, am samstag fahre ich zu mir heim und dann möchte ich nicht mehr essen. zumindest für die nächste zeit. ich will meinen körper schreien hören, ich will, dass er verzweifelt, weil er keine nahrung bekommt. ich will, dass mein körper so verzweifelt wie meine "seele". ich will aussen und innen angleichen. ritzen kommt nicht mehr in frage, auch wenn es mir gerade jetzt sehr verlockend erscheint. ein rasiermesser ist schnell, der schnitt brennt. ein bisschen blut, dann ist es vorbei. aber ich will es nicht mehr, auch wenn es sich wie gesagt mir jetzt so verlockend präsentiert. nein, ich wähle eine andere form. ich wähle die verweigerung der nahrung. ein langsamer dumpfer schmerz, der sich ab und zu in starken schreien äußert. wenn ich diesen schreien nachgebe, weiß ich, wird es in unkontrolliertem fa enden. ich will keine fa's mehr. ich will meinem körper nicht mehr nachgeben.

 

ich schreibe einfach drauf los, ohne nochmals zu lesen. das mag verwirrend erscheinen, aber ich will es nicht noch einmal lesen. nichts "korrigieren" oder mein inneres beschönigen oder mit absicht schlecht machen. einfach den gedanken freien lauf lassen. ich kotze meine gedanken aus, wenn ich es mit nahrung schon nicht kann. es tut mir leid, wenn es anstrengend ist, das alles zu lesen. (falls es überhaupt jemand tut...)

28.12.07 00:58
 


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